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Familienarchiv Latour

Reservieren Sie eine Führung und bekommen Sie Einblick in das Leben der De Latours, welche international Geschichte geschrieben haben. Das Latour-Archiv kann unter Voranmeldung (Telefonnummer 0041 81 941 10 86) besichtigt werden.

Offiziere in fremden Diensten, Inhaber von wichtigen politischen Ämtern während vier Jahrhunderten, aber auch selbstbewusste Frauen gehörten zur Familie de Latour aus Brigels. Ihr Leben wird in dem von Rita und Valentin Theus-Bieler als privates Kleinmuseum eingerichteten Latour-Archiv dokumentiert.

Der 1949 verstorbene Caspar de Latour (1862-1949) hatte testamentarisch festgelegt, dass die aus vier Jahrhunderten stammenden Kulturgüter, insbesondere das Familienarchiv, als unverteiltes Erbe von den jeweiligen Eigentümern des Hauses Latour in Breil/Brigels als kulturhistorische Wahr-Zeichen zu pflegen und zu erhalten seien. Die Nachfahren hielten sich an diese erbrechtliche Auflage, doch die mehr als 3300 Briefe und Urkunden, die rund 1500 Bücher, die Porträtsammlung, Uniformen, Waffen, Auszeichnungen und weitere Andenken fielen im „Museumsraum“ der Casa Latour in einen fast 50-jährigen Dornröschenschlaf.

Um das Erwachen bemühte sich die Enkelin und Mitbesitzerin des Hauses von Caspar de Latour, Rita Theus-Bieler (Binningen). Ihr Ehemann, der Chemiker Valentin Theus, war nach seiner Pensionierung bereit, in gemeinsamer Arbeit die Sammlung zu erschliessen und als Latour-Archiv Interessierten zugänglich zu machen. Dem Vorhaben kam zugut, dass Valentin Theus seit seiner Jugendzeit Familienforschung als Hobby und Lebensaufgabe betreibt. Auch das nach der Pensionierung gemachte Jus-Studium an der Universität Basel erleichterte die Auswertung der Archivbestände. Unabdingbar war für das Ehepaar das Erlernen der deutschen Schrift.

Mit Begeisterung wurde in mehr als zweijähriger Gemeinschaftsarbeit die Familiengeschichte der Latour aufgearbeitet. Es wurden dafür keine öffentlichen Gelder beansprucht. Allein schon die ausgestellten 21 Porträts mit Kurzbiographien lassen erkennen, dass die Latours zur Bündner Oberschicht gehörten, zu jenen 40 Familien also, die vom 16. bis 18. Jahrhundert im Freistaat der Drei Bünden dominierten.

Der Name Latour leitet sich von deren ursprünglichen Wohnsitz, dem Turm Marmarola her, der Ende des 15. Jahrhundert abbrannte. Ein „de“ dem Namen voranzustellen war die Familie seit mindestens 1663 berechtigt. In den zwei Museumsräumen wird die Familiengeschichte der de Latour nachvollziehbar. Zu sehen sind Galauniformen, welche die Offiziere der Latour-Familie um 1780/90 am Hof der französischen Könige trugen. Ein Porträt von Eva Maria Scarpatetti- von Albertis, der Mutter von Rosalina de Latour ziert eine Wand und Spielsachen aus der Casa Latour dürfen nicht fehlen. Zum Familienandenken gehören Schmuck und Spitzenkragen aus jener Zeit sowie eine gestickte Brieftasche mit den Wappen de Latour und Scarpatetti.

(Text erfasst durch: Regiun Surselva)

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

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