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Refo 500

Ilanz – Reformationsstadt Europas

Stille Wasser gründen tief. So auch in der ersten Stadt am Rhein, Ilanz. Wer heute durch die Gassen der beschaulichen Stadt schlendert, kann sich wohl kaum vorstellen, dass in Ilanz einst grosse Geschichte geschrieben wurde und die Stadt als Zentrum der Drei Bünde eine äusserst wichtige Funktion beinhaltete. In den vergangenen Jahren wurde die reiche Vergangenheit des Städtli von verschiedenen Seiten auf spannende Art und Weise aufgearbeitet und bietet Einheimischen und Gästen wertvolle Einblicke in die Zeit von damals.

Geschichte

Damals vor 500 Jahren

Geschichte

Damals vor 500 Jahren

Ein Ereignis erhält diesen Sommer besondere Aufmerksamkeit. 2015 wurde Ilanz mit dem Label „Reformationsstadt Europas“ ausgezeichnet und feiert dies nun mit verschiedenen Aktivitäten.
Die Auszeichnung führt auf das turbulente Jahr 1526 zurück. Damals hat der Bundestag den Churer Priester Johannes Comander, seine Gesinnungsgenossen und Vertreter der „Altgläubigen“ nach Ilanz zu einem Glaubensgespräch vorgeladen. Die Disputation wurde verfügt, nachdem eine Klage gegen Comander und 40 weitere Geistliche eingegangen war, weil sie „der katholischen Kirche zuwiderlaufende Lehren“ verkünden würden. Geistliche aus ganz Bünden kamen im hohen Winter über die Pässe nach Ilanz. Das Streitgespräch fand schliesslich am 7.-9. Januar 1526 statt. Diskussionsgrundlage bildeten die illegal in Augsburg gedruckten Thesen Comanders. Der Reformator und seine Gesinnungsgenossen wurden jedoch trotz Forderung nicht verurteilt, was ein indirekter Sieg der „Reformer“ bedeutete. Die Thesen Comanders wurden daraufhin weiterverbreitet und legten damit die theologische Grundlage der Bündner Reformation, die damals bis nach Süddeutschland Beachtung fanden.