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Architektur Ilanz.

Die geographischen und klimatischen Vorzüge haben bereits in der Bronzezeit, also zirka 1800 bis 800 vor Christus, Siedler auf dem Gebiet von Ilanz angelockt. Erstmals erwähnt wurde Ilanz urkundlich 765 im Testament des Churer Bischofs Tello.

Es können drei Siedlungskerne unterschieden werden: Ober-Ilanz bei der Kirche St. Martin, Unter-Ilanz-das heutige Städtli und Sankt Nikolaus am linken Rheinufer. 
Das Städli ist heute das historische Zentrum von Ilanz. Hier befinden sich wertvolle Bauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Rathaus / Casa Cumin

Die Casa Cumin wurde 1892 erbaut. Das alte Rathaus, die Casa Grischa, in dem der Bundestag der Drei Rätischen Bünde tagte, stand ungefähr an der gleichen Stelle und wurde 1881 abgerissen. Das heutige Gebäude diente bis 1970 als Schulhaus und ab da als Rathaus mit den verschieden Institutionen der Stadt und der heutigen Gemeinde Ilanz/Glion.

Haus Schmid mit Festsaal

Das heutige Haus Calonder besteht aus zwei Bereichen. Der nördliche ältere Trakt, der seit 1594 im Besitz der Familie Schmid von Grüneck war, stammt aus der Zeit der Gotik. Im Südtrackt aus dem Jahre 1670 liegt der prächtige Festsaal. Lateinische Sinnsprüche zieren die stattliche Muldendecke.

Das Obertor / Porta Sura

Das Tor ist reich geschmückt und bemalt. Das Erdgeschoss, der eigentliche Eingang in die Stadt datiert aus dem Jahr 1513. Der Aufbau wurde 1717 erstellt und zwei barocke Kugeln verkünden die die weihnächtliche Botschaft. Im Mittelfeld finden sich die Wappen der Drei Bünde. Unmittelbar über dem Torbogen liegt das Stadtwappen. Weitere Wappen so von den Capols, Salis, Schmid von Grüneck und der Städte Bern und Zürich wurden zum Dank bei der Hilfe der Renovation des Tores 1717 angebracht.

St. Margarethenkirche

Im Jahr 765 wird in Ilanz das erste Mal eine Marienkirche erwähnt. Ab 1287 wird von der Kapelle der heiligen Maria und Margaretha gesprochen und nach 1385 nur noch von der St. Margarethenkirche. Nach einem Stadtbrand von 1483 wird ein Neubau in Angriff genommen und 1518 vollendet. Nach der Disputation im Jahr 1526 zwischen Geistlichen der katholischen Kirche und J. Comander und weiteren Vertreten der Reformation in der St. Margarethenkirche, trat Ilanz geschlossen zum reformierten Glauben über und auch die St. Margarethenkirche wird reformiert.
Die spätgotische Anlage aus dem rechteckeigen Langhaus und dem Chor ist mit verschiedenen unterteilen Feldern und prachtvollen Malereine ein einziges Kunstwerk. Die Motive zeigen Blumen, Ranken, Früchte und Motive aus der Frührenaissance, die alle die Lebensfreude wieder spiegeln. In der Mitte finden sich Symbole der vier Evangelisten mit ihren Namen. Der Totentanz ist in einer speziellen Form dargestellt. Diese Malereien wurden grössten Teils 1934 unter den weiss getünchten Mauern wieder entdeckt und restauriert.

Casa Gronda

Das Grosse Haus wurde 1677 für Johan Anton Schmid von Grüneck erstellt. Der imposante kubische Bau symbolisiert, die wichtige politische Rolle, welche die Familie Schmid von Grüneck im 17. Jahrhundert spielte. Der im Westen angebrachte Turm dient als Treppenhaus. Die aus der Kante des Hauses herausragende Erkerkombination ist aus einheimischem Gestein erstellt und zeigt gediegene Dekorationen mit pflanzlichen Motiven. Die Saletta im Erdgeschoss diente bis zum Kirchenbau 1879 der neugegründeten katholischen Kirchgemeinde als Gottesdientlokal.