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Scargada Breil.

Für den Alpabzug werden die Tiere gestriegelt und geschmückt.

brigelser alpabzug mit kinder
bauer mit kühe in brigels

Beim Alpabzug romanisch „Scargada“ gelangen die Tiere von den Alpen ins Tal. Diese verbrachten den Sommer, also die letzten 3 Monate, weit oben auf einer der Alpen. Die Tiere werden begleitet von den Bauern, den Alphirten sowie des Alppersonals und treffen nacheinander im Tal ein.

Für den Alpabzug werden die Tiere gestriegelt, die Glocken werden ihnen umgehängt und der kunstvolle Blumenschmuck wird angebracht. Sind für die Zuschauer des Alpabzugs die Glocken und der Blumenschmuck „einfach schön anzusehen“, so haben diese für den Kenner eine besondere Bedeutung. Pro Alp werden zwei Kühe in einer speziellen Art geschmückt. Die Kuh, die während des Sommers am meisten Milch gegeben hat – die romanische Bezeichnung heisst Miseriera – bekommt eine sehr grosse, runde Glocke mit einem reich verzierten Lederband umgehängt. Der Kopfschmuck besteht aus einem Tännchen und Blumen. Die Kuh, die sich im Laufe des Sommers zur Leitkuh entwickelte – la Pugniera – trägt eine Treichel und als Kopfschmuck einen Kranz. Diese beiden Kühe führen den Alpabzug in Begleitung des Kuhhirten an.

Bei schönem Wetter organisiert die Alpgenossenschaft über den ganzen Tag eine Festwirtschaft. Einheimische, Gäste und Tagesbesucher erfreuen sich an dem traditionellen Umzug, den prächtig geschmückten Kühen, den interessanten Details der Tierhaltung und geniessen schlussendlich das gemütliche Beisammensein im Festgelände. Den Kindern aus nah und fern werden weitere altersgerechte Attraktionen geboten, wie beispielsweise ein Streichelzoo oder eine Strohburg.

Bei schlechter Witterung findet die Festwirtschaft in einem kleinen Festzelt statt. Die „Scargada“ – der Alpabzug ist so nicht nur in den Kreisen der Landwirtschaft ein Höhepunkt, sondern ein wichtiger Tag in der Agenda von Einheimischen und Gästen.