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Anbau mit Bushaltestelle

Der 1997 erstellte Anbau an ein traditionelles Strickhaus dient zugleich als öffentliche Bushaltestelle.

Der 1997 erstellte Anbau an ein traditionelles Strickhaus dient zugleich als öffentliche Bushaltestelle. Er ist eines von vielen Beispielen im Dorf für die moderne Adaption des Strickbaus durch den ansässigen Architekten Gion A. Caminada. Seit Anfang der neunziger Jahre erbrachte er hier mit einer Reihe von Bauten den Beweis, dass eine an lokalen Traditionen orientierte und auf die Bewahrung der ortstypischen Identität abzielende Architektur Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden kann und dabei keineswegs ins Folkloristische abgleiten muss.
Wie bei den meisten seiner Bauten arbeitet Caminada auch bei diesem Anbau mit Holz und muss sich hierbei nicht einmal auf die Tradition berufen. «Holz», so sagt er, «ist eben da» und hat sich hier seit Jahrhunderten bewährt. Als einziger Baustoff, der in der Umgebung gleichsam natürlich vorkommt, steht es preiswert und in ausreichender Qualität zur Verfügung. Zudem wissen sowohl die einheimischen Handwerker, als auch die Bauern damit umzugehen. Und schliesslich sind in Vrin dank der geringen Luftfeuchtigkeit die klimatischen Voraussetzungen für seinen Gebrauch erwiesenermassen besonders günstig.
Bei seinen Holzbauten greift Caminada - soweit möglich und sinnvoll - auf die überkommenen und altbewährten Konstruktionen zurück. Allerdings belässt er es nicht bei einer blossen Imitation. Ein Neubau soll sich zwar harmonisch in sein Umfeld einfügen, den Menschen durch Material und Konstruktion vertraut erscheinen, trotzdem aber, auch formal, als solcher erkennbar bleiben.

(Text erfasst durch Regiun Surselva)

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