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Axpo Hydro Surselva AG Zentrale Tavanasa

Das Wasser des gesamten Nutz- gebietes gelangt zur Zentrale in Tavanasa. Diese liegt oberhalb des gleich- namigen Dorfes am rechten Rheinufer.

Direkt oberhalb der Betriebsgebäude in Sedrun wird der Vorderrhein noch einmal durch ein Wehr gestaut. Ein Teil des Wassers wird bei 30 m Gefälle in der Kavernenzentrale durch ein kleines Laufwerk für den Eigenbedarf ausgenützt. Der Rest gelangt direkt in den Freispiegelstollen Sedrun-Medel- Sumvitg. Auch auf dieser 16 km langen Strecke werden alle Nebenflüsse und Bäche auf der rechten Talseite gefasst und in den Stollen eingeleitet. Er mündet ins Ausgleichsbecken Val Sumvitg, einem Stausee mit 436000 m3 Nutzinhalt. Dieser wird durch eine kleinere Schwergewichtsmauer gebildet, die eine max. Höhe von 33 m, eine Kronenlänge von 182 m und eine Betonkubatur von 33000 m3 hat. In der Mitte der Mauer befindet sich ein schanzenförmiger Hochwasserüberlauf.
Das Wasser des gesamten Nutz- gebietes gelangt zur Zentrale Tavanasa. Diese liegt oberhalb des gleich- namigen Dorfes am rechten Rheinufer. Aus geologischen Gründen konnte keine damals übliche Kavernenzentrale gebaut werden. Die Zentrale besteht aus der grossen Maschinenhalle, an welche die vielen Nebengebäude für die Schieberkammer, Generatorenschaltanlage, Werkstatt, Kommandozentrale, ein Treppenhausturm und die Garagen angebaut sind. Trotz einheitlicher Motive, wie Flachdächer, Farbe und Fensterbändern, führt das Prinzip, den Bau nach Funktionen in einzelne Gebäude zu gliedern, hier zu einer mehr oder weniger zufälligen architektonischen Komposition des gesamten Bau- Körpers. Einzig die Stellung dem Berghang entlang und die Bildung von Vorplätzen scheinen gewollte Massnahmen zu sein. Trotz der sehr grossen Dimension rückt das Gebäude selbst neben den vielen grossflächigen Aussenanlagen und durch die Situierung am Berghang in den Hintergrund. Auf der gegenüberliegenden Flussseite befindet sich das riesige Feld der Freiluftschaltanlage, das den ganzen oberen Talboden besetzt. Hier wird die produzierte Werkenergie transformiert und die zusammentreffenden 220-kV- und 380-kV-Leitungen gekoppelt. Im unteren Teil des Talbodens schliesst das 1990 in Betrieb genommene Ausgleichsbecken für die Stufe Ilanz I an. Die Betonwanne ist wegen des hohen Grundwasserspiegels nicht sehr tief, aber umso grösser in der Fläche.
Vor der Halle stehen die Transformatoren in einer Reihe. Um die Lärm-Emissionen zu dämmen, sind sie 1989 in eine Schutzhülle eingepackt worden. Die Verkleidung aus geripptem, glänzendem Blech folgt eckig den Formen der Transformatoren und nur die Isolatoren ragen noch heraus. Dadurch ist ein skulpturhaftes High-Tech-Gebilde entstanden, das durch kleine Türen begehbar und mit kleinem Lüftungsfenster versehen ist. Von Tavanasa aus werden die gesamten Anlagen mit Computer überwacht und gesteuert. Die Maschinenleistungen und Einsätze werden von der zentralen Netzleitstelle in Baden aus bestimmt, um die Energieerzeugung dem sich ständig ändernden Netzbedarf des Versorgungsgebietes anzupassen.

(Text erfasst durch: Regiun Surselva)

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