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Bad Peiden

Die drei Heilquellen von Bad Peiden.

Nach mündlicher Ueberlieferung soll die heiltuende Wirkung der Quellen bereits im 13. Jahrhundert bekannt gewesen sein. Im 14. Jahrhundert hätten zwei Damen aus der Feudalgesellschaft der Grafen von Sax zum Schutze der Quellen eine Wuhrbaute gegen den Glenner errichten lassen. Im Jahre 1518 befanden sich die Quellen im Besitz der Gemeinden Camuns und Peiden, die damals diese und eine bestehende Badeanlage einem Caspar de Cabalzar überliessen. Im Jahre 1563 reklamierten die Bewohner von Camuns das Recht, in Peiden baden zu dürfen, wie es schon ihren Vätern erlaubt gewesen sei. 1780 schreibt U. von Salis, dass die Quelle aber nur an wenigen Orten giess-fassstark hervorkommt. Jenseits der Brücke ist ein Haus, wo dieses Wasser zum Baden gebraucht wird, man muss es aber in Gelten hinübertragen, in Kesseln wärmen und in Zubern baden. Bereits 1824 wurde die eisenhaltige Badequelle unmittelbar hinter dem Hotel gefasst, bis unter das Dach hinaufgepumpt und von dort in riesige Boiler geführt. Dort wurde es aufgewärmt und anschliessend in die hölzernen Badewannen eingelassen. Die Frauenquelle diente vor allem zur Heilung von Frauenleiden. 1862 wurde knapp 100 m oberhalb der Luziuskapelle die Luziusquelle gefasst und eine Halle für Trinkkuren errichtet. Im Jahre 1868 brach über Graubünden ein Unwetter aus. Die Verwüstungen, die dieses anrichtete, waren enorm. Durch den Einsturz verschiedener Brücken war man in Peiden-Bad vom 28. September bis zum 14. Oktober von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Badeanlagen wurden grössenteils verschüttet. Im Jahre 1891 wurde die Badeanlage durch die Brüder Barclamiu und Luzi Arpagaus zu einem grösseren Hotel umgebaut, welches heute noch besteht. Dank der hilfreichen Progaganda des Arztes und Schriftstellers Aluis Tuor und des Dichters Alfons Tuor und der im Jahre 1910 neu eröffneten Valserstrasse, die von Ilanz direkt nach Peiden-Bad führte, nahm der Betrieb einen erfreulichen Aufschwung. Zeitweilig füllte der Inhaber Josef Vinzens-Tuor auch Mineralwasser in Flaschen ab und verkaufte es seinen Gästen oder vertrieb es über verschiedene Depots an andere Interessenten als „Peidner Mineral- und Medicinalwasser“ Das Hotel florierte bis in die 50er Jahre und es mussten in der Hochsaison täglich über 40 Betten hergerichtet werden. Am 1. Januar 1963 kaufte die Rhätische Aktienbrauerei in Chur die Anlage. Die Quellen wurden jedoch von der Calanda nicht genutzt. Das Hotel wurde während den letzten 35 Jahren als Restaurant geführt, der landwirtschaftliche Boden von einheimischen Bauern bearbeitet und das Mineralwasser sprudelte ungenutzt in den Glenner. Am 1. Januar 1999 wechselte das Hotel samt Mineralquellen und Landwirtschaftsland erneut den Besitzer.

(Quellentext: Regiun Surselva)

Orte der Magie - Cumbel/Peiden

Quellen und Heilbäder

Sehr früh haben die Menschen gemerkt, dass besonderes Heilwasser und saubere Luft gesund für Körper, Geist und Seele sind. Die Bade-und Trinkkuren, in Kombination mit sieben- bis achtstündigen Wanderungen im nahen Wald von Peiden Bad, trugen wesentlich dazu bei, dass die Gäste rasch geheilt wurden. Von weit her kamen die Leute, um sich zu heilen und wieder zu Kräften zu kommen. In Peiden Bad wurden Frauen, Kinder und Männer kuriert, die rheumatische Beschwerden hatten, unter Depressionen, Appetitlosigkeit, Ekzemen oder Frauenleiden litten und vieles mehr.

(Quellentext: Buch Orte der Magie)

Buch erhältlich bei: Surselva Tourismus AG, Info Val Lumnezia, Palius 32 D, 7144 Vella
Tel. 0041 81 931 18 58, vallumnezia@surselva.info

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