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Ilanzer Rheinbrücken

Im Frühmittelalter stand der wichtige Übergang über den Rhein wohl kaum am heutigen Standort, sondern höchst wahrscheinlich an einer schmalen Stelle bei Castrisch.

Im Frühmittelalter stand der wichtige Übergang über den Rhein wohl kaum am heutigen Standort, sondern höchst wahrscheinlich an einer schmalen Stelle bei Castrisch. Denn bevor der Rhein um die Mitte des 19. Jahrhundert durch eine Wuhre gebändigt wurde, schlängelte er sich vom Steilufer von St. Nikolaus bis hin zum heutigen Brunnen auf dem Platz. Die erste Brücke über dem Rhein wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Die erste urkundlich einwandfrei erfasste Brücke wird 1410 im Ablassbrief für die Kapelle St. Nikolaus genannt. Über ihr Aussehen und die Art ihrer Konstruktion wissen wir jedoch nichts. Eine weitere Brücke, die erste bildlich dargestellte, taucht 1720 auf der Zeichnung eines unbekannten Malers auf. Sie ruht auf einer Reihe relativ eng aufgeschlossener Holzstützen, ist nicht gedeckt und reicht vom Steilufer von St. Nikolaus bis etwa hin zum heutigen Stadtbrunnen. Irgendwann zwischen 1720 und 1820 musste diese Holzträgerbrücke einer Neukonstruktion weichen. Diese war, wie der Stich von Chapuis aus dem Jahre 1840/41 zeigt, nicht mehr ganz so lang wie ihre Vorgängerin, von deren Achse rheinabwärts etwas abgedreht. Brücke und rechtsrheinische Vorbrücke reichten nur mehr bis etwa zur heutigen Abzweigung der Giesslistrasse, waren also gesamthaft gesehen kürzer als der Übergang von 1720. Die kombinierten Stein-Holz-Träger standen weiter auseinander, der Überbau war gedeckt und seitlich bis auf zwei Drittel der Höhe mit Brettern verschalt. Nachdem 1846 die Kunststrasse von Chur nach Ilanz fertiggestellt und weitere Kunststrassen in die Seitentäler geplant waren, wurde auch der Bau eines neuen und leistungsfähigen Rheinüberganges in Ilanz unumgänglich. Nach Plänen von Oberingenieur Richard La Nicca errichtete Bauunternehmer A. Faller 1850/51 eine Holzbrücke, die in einem kühnen Bogen von 54 m Spannweite die beiden Flussufer miteinander verband. Die Hauptträger waren als Parabelträger mit unten liegender Fahrbahn ausgebildet. 1931 erhielt diese Brücke noch einen Trottoiranbau. Da die Holzbrücke den stets zunehmenden Belastungen des motorisierten Schwerverkehrs nicht mehr gewachsen war, wurde sie 1962 abgebrochen und durch eine breite Betonbrücke ersetzt.

(Erfasst von Regiun Surselva)

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

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