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Katholische Kapelle Sogn Antoni von Padua, Andiast

Die katholische Kapelle Sogn Antoni steht im Privatbesitz der Familie Sgier und befindet sich in der Dorfmitte an der unteren Dorfstrasse neben dem ehemaligen Schul- und Gemeindehaus. Die barocke Kapelle wurde gemäss Inschrift im Jahre 1668 von Gion Sgier erbaut und ist heute im Besitz der Familienstiftung Sgier.

Anfänglich besass die Kapelle ein Glöcklein von 30 cm Durchmesser. 1842 goss Franz Theus in Felsberg dazu eine Glocke mit 37 cm Durchmesser. Die Kapelle wurde schon mehrmals renoviert, so auch 1940, 1984 und letztmals 1996/1997.

Der Chor der einräumigen Kapelle ist nach Süd-Osten gerichtet, leicht eingezogen, dreiseitig geschlossen und um eine Stufe erhöht. Im Deckenmedaillon ist die Krönung der Gottesmutter Maria durch die hl. Dreifaltigkeit abgebildet. Der Altaraufbau wird durch vier Säulen gegliedert. Diese sind im unteren Teil glatt, im oberen Teil kannelliert. Die Kapitelle der Säulen sind aussen durch zwei Balken verbunden, so dass sich zwei äussere und eine etwas höhere Mittelnische ergeben. In den beiden äusseren Nischen steht je ein betender Engel in bodenlangem goldfarbenen Kleid mit weissem Überwurf. In der höheren, rundbogig abgeschlossenen Mittelnische ist eine aus Holz geschnitzte Statuette des hl. Antonius von Padua mit dem Jesuskind auf den Armen zu sehen. Diese Statuette wird auf das 19. Jahrhundert datiert.

Das Schiff besitzt eine Tonnendecke mit zwei seitlichen Stichkappen und ein umlaufendes profiliertes Stuckgesims. Über der Türe ist eine grosse Lünette mit blassfarbenem Wabenglas ausgespart und darunter steht die Inschrift „GION SGIER 1668“ In zwei Deckenmedaillons sind die Bilder der hl. Familie mit dem als Knaben dargestellten Johannes des Täufers und Evangelisten Johannes einerseits und andererseits die vier hll. Jungfrauen Katharina, Agnes, Barbara und Agatha mit ihren Attributen dargestellt. Das rechte Fenster enthält eine Glasmalerei mit dem Wappen der Familie Sgier.

Die Aussenwände der Kapelle sind mit vier Ecklisenen gegliedert. Die zweiflüglige, geschnitzte Türe wird von zwei Nischen flankiert, die mit Bildern von St. Antonius von Padua und St. Franziskus ausgemalt sind. Das steile Satteldach ist über dem Chor abgewalmt und mit Blechbahnen belegt. Über dem Chor steht auf vier Pfosten der Dachreiter mit einem sechskantigen Spitzhelm. In ihm hängen die von Hand gezogenen Glocken.

(Text erfasst durch: Regiun Surselva)

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