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Katholische Pfarrkirche St. Julitta und Quiricus, Andiast

Die katholische Pfarrkirche St. Julitta und Quiricus befindet sich umgeben vom Dorffriedhof im nordöstlichen Dorfteil ausserhalb der Dorfstrasse. Nach einer Bulle soll die Kirche um 998 im Besitz des Klosters Pfäfers gewesen sein. Leider handelt es sich bei diesem Dokument um eine Fälschung. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1461.

Die beiden Untergeschosse des Turmes sollen um das Jahr 1000, also in frühromanischer Zeit, erbaut worden sein. Aelteren Datums ist der Turm. Dieser ist zweigeteilt und der untere Teil stammt aus dem 11. Jh. Die Kirche der St. Julitta gehörte zur Pfarrei St. Leodegar in Waltensburg. Von dieser trennte sie sich am 8. September 1526, kurz bevor Waltensburg zur Reformation übertrat.

Die älteste Glocke des dreistimmigen Geläutes wurde 1628 gegossen. Im Jahre 1703 wurde die alte Kirche niedergelegt, der Tutm blieb aber bestehen. Am 16. Juli 1716 erfolgte die Weihe der neuen Pfarrkirche durch Bischof Ulrich VII. Um 1770 lieferte Anton Sacchi aus Disentis die erste Orgel. Unter der Leitung von Architekt Ulrich Coray aus Ilanz fand 1939 ein grosser Umbau statt. Das Schiff wurde um 4 m nach Westen verlängert, eine neue Empore eingebaut und die offene Vorhalle angebaut. Eine Restauration des Hoch-Altares erfolgte im Jahre 1940. Dabei wurde das alte Altarbild durch ein Votivbild von 1731 ersetzt. Der Chor ist nach Nordosten gerichtet. Er ist eingezogen, dreiseitig geschlossen. Bei der Renovation von 1939 wurde das Schiff gegen Westen um 4 m verlängert. Entlang den Chorseitenwänden steht das einfache Chor-Gestühl von 1707. Auf dem marmorierten Holzantependium ist die halb-plastische Figur der St. Julitta mit ihrem Sohn Quiricus, umrahmt von gold-farbigen Akanthuslaub und roten Blumen zu sehen. Ausserhalb der Säulen und über der Segmentverdachung stehen verschiedene Statuten: unten ein heiliger König und ein Märtyrer, darüber die heiligen Frauen Verena von Zurzach und Ursula, der heilige Josef mit dem Jesuskind und darüber ein heiliger Apostel. Beim Altarblatt handelt es sich um ein Votivbild mit St. Julitta mit ihrem Sohn Quiricus von 1731. An den Seiten sind je drei Szenen aus dem Martyrium der beiden zu sehen. Im unteren Teil des Altarbildes ist der Stifter, Fähnrich Johann Paulus von Weckherr vor einem Altar dargestellt, sowie die beiden St. Johannes der Täufer und Paulus, die Namenspatrone des Stifters. In der Nische zwischen zwei gedrehten Säulen steht die Statue der Gottesmutter Maria, dargestellt als Rosenkranzkönigin mit dem Jesuskind auf dem Arm. Auf der Verdachung stehen die Figuren von St. Christopherus, flankiert von den Disentisern Klosterpatronen St. Placidus und Sigisbert. In der mit rotem Stoff ausgeschlagenen Nische dieses Altars steht eine Herz-Jesu-Statue des 20. Jahrhundert. In der Verdachung sieht man zuoberst die Figur des St. Sebastian und ihm zur Seite die Figuren von Petrus und Paulus. Ein Teil dieser Figuren stammt vom alten, 1643 noch erwähnten gotischen Flügelaltar. An den Kirchenwänden hängen in Goldrahmen 14 Kreuzwegstationen, signiert von Johann Mathias Jehly 1796. Auf den gemauerten Schaft des Turmes ist eine gezimmerte Glockenstube aufgesetzt. Die 3 Glocken hängen in zwei Etagen und sind elektrisch angetrieben.

(Text erfasst durch: Regiun Surselva)

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