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Katholische Pfarrkirche St. Martin, Trun

Die Katholische Pfarrkirche St.Martin befindet sich in Trun

Geschichte

Erste - nur mittelbare - urkundliche Nachricht von einem Gotteshaus in Truns erhalten wir schon 765. Am 13. Oktober 1272 fand eine Neuweihe mit dem Patrozinium St. Martin statt. Aus diesem Neubau stammt offenbar der (romanische) Hauptteil des bestehenden Turmes. Jene 1272 errichtete Kirche scheint es auch noch zu sein, die im Visitationsprotokoll vom 31. August 1643 beschrieben wird. Am 1. August 1423 fand die Weihe des Marienaltars statt. Weihe des Neubaues zu Ehren von St. Martin mit fünf Altären am 3. September 1662. Gleichzeitige Erhöhung des Turmes.

Baubeschreibung

Einheitlich barocke nach Süden gerichtete Anlage aus einem dreijochigen Schiff und dem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor, beide überdeckt mit queroblongen Kreuzgewölben. Die Belichtung erfolgt unter dem Gesims, durch hohe Stichbogenfenster, oben durch Oculi. Im Giebel steht das Datum 1660.
Der Turm steht an der Westseite des Schiffes dicht am Choreinzug. Der romanische Teil reicht bis in die halbe Höhe des Schiffdaches und besteht aus sorgfältig zugehauenen Quadern. Im romanischen Teil des Turmes öffnen sich nur kleine rundbogig geschlossene Fenster. Das Obergeschoss mit den Wimpergen und dem Spitzhelm wurde offenbar in gotischer Zeit aufgesetzt, vielleicht 1459-1460, jedenfalls aber nicht erst gelegentlich des Umbaus der Kirche um 1660. In der Ecke zwischen Turm und Chor steht die Sakristei mit einem gewölbten Beinhaus.

Stukkatur und. Wandmalereien

Die dekorativen Elemente sind hier nicht - wie bei den meisten unserer barocken Anlagen - auf den Chor konzentriert, sondern auf das davorliegende Joch, wo die vier Altäre mit dem Gewölben- und Wandschmuck der Nischen zu einem geschlossenen Schmuckensemble zusammengefasst sind.
Die Altäre: der Hochaltar aus Holz ist ein prunkvolles Werk. Das Hauptgeschoss besteht aus drei Gliedern, dem von zwei Paar Säulen flankierten Altarblatt und zwei ebenfalls von Säulen begrenzten Seitenteilen mit Reliquiennischen.
Im Giebeldurchbruch steht eine plastische Grupppe der Marienkrönung, seitlich, vor den Pilastern sieht man St. Katharina und Ursula, auf dem Gebälk des Pendants St. Johann von Nepomuk und Joachim, St. Martin und Mauritius (als Reiter). In die Gesamtkomposition sind auch die jenseits der Fenster stehenden, annährend lebensgrossen Figuren von St. Johannes und Jakobus d.Ae. einbezogen.

Ausstattung

Der Taufstein in ungefüger Becherform, 14. Jh.? Die Kanzel polygonal, 1662. Das Chorgestühl aus Nussbaumholz. Am Chorbogen ein Kruzifixus von derber Modellierung, Mitte des 16. Jh.
Kultusgeräte und Paramente: Barockmonstranz, um 1680. Barockkelch, um 1670. Eine weiße Casula mit bunten, in Seide gestickten Blumen und Goldranken, auf neuem Stoff übertragen, Mitte 18. Jh.
Sechs Glocken: Gebr. Grassmayr, Feldkirch, 1867, mit Inschriften.
Grabtafeln mit Wappen von Castelberg. Links vom Eingang eine Wandplatte, deren Rokoko-Giebel mit dem Wappen Caprez umschliesst. Im Klostermuseum Disentis der St. Martin, 1510. Im Diözesan-Museum Schwyz fünf spätgotische Figuren aus Trun.

(Text erfasst durch: Regiun Surselva)

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

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