Jump to Content Jump to Navigation

Achtung!

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte updaten Sie ihren Browser um die Usability zu verbessern.
zurück

Kirche Sogn Martin, Lumbrein

Die nach Süden gerichtete Barockkirche wurde Mitte des 17. Jahrhunderts an der Stelle von zwei Vorgängerbauten errichtet, von denen nur die originale Eingangstüre mit den Schnitzereien übernommen wurde.

Die nach Süden gerichtete Barockkirche wurde Mitte des 17. Jahrhunderts an der Stelle von zwei Vorgängerbauten errichtet, von denen nur die originale Eingangstüre (Bild 3) mit den Schnitzereien übernommen wurde. In der Vorhalle befindet sich ein bemerkenswertes aber auch schockierendes Beispiel eines gemarterten Chistus am Kreuz (4).

1661 schuf der bischöfliche Hofmaler aus Chur, Johann Rudolph Sturn (gest. um 1662), das grosse Bild der Rosenkranzkönigin (5) an der Nordwand neben der Kanzel. Es ist eine Art Lebensbaum mit Maria und ihrem Kind in der Mitte. Sie verteilt dem heiligen Dominikus und der heiligen Katharina von Siena je einen Rosenkranz. Rundherum sind in Medaillons die 15 Geheimnisse des Rosenkranzes dargestellt.

Ein besonderer Höhepunkt bildet das Jüngste Gericht (6) an der Nordwand, denn es wurde erst 1968 wieder unter der Tünche entdeckt und restauriert. Dafür musste die ganze Orgelempore über der Eingangstür abgebrochen und das Instrument auf einer Loggia (7) im Chor wieder aufgebaut werden. Signiert ist das 1694 entstandene Gemälde von einem Nicolaus de Juliani (Giuliani) aus Roveredo. Im Mittelpunkt des Bildes sieht man den Posaunenengel (8) mit der Fahne und der Aufschrift „Surgite Mortui Venite Ad Judicum“(Steht auf, ihr Toten, kommet zum Gericht). Übrigens: Auch in der Kirche von Degen wurde ein Jüngstes Gericht freigelegt, das sich aber in wesentlich schlechterem Zustand befand.

Den zweigeschossigen barockenHochaltar (9) schuf Antoni Sigrist aus Brig (gest. 1745). Auffallend sind die gedrehten Säulen, die von Weinlaub und roten Trauben umgeben sind.

Unter dem Chor mit einer Zugangstür von aussen befindet sich eine sogenanntes Beinhaus mit einem bemerkenswerten Überrest eines Altars (10) von Hans Jakob Greuter (1630).

Text und Bilder: Walter Müller (wmueller@hispeed.com) in Zusammenarbeit mit der Surselva Tourismus

Hier finden Sie, alle Veröffentlichungen von Walter Müller

frei zugänglich / immer geöffnet

Karte

Bitte geben Sie Ihre Startadresse ein