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Rathaus / Casa Cumin

Die Casa Cumin wurde 1892 erbaut. Das alte Rathaus, die Casa Grischa (graues Haus), in dem der Bundestag der Drei Rätischen Bünde tagte, stand ungefähr an der gleichen Stelle und wurde 1881 abgerissen.

Das heutige Gebäude diente bis 1970 als Schulhaus und ab da als Rathaus mit den verschieden Institutionen der Stadt und der heutigen Gemeinde Ilanz/Glion. Das Modell der 1962 abgerissenen Holzbrücke über dem Rhein befindet sich ebenfalls im Rathaus.

Casa Grischa und der Plazza Cumin in der Reformationszeit

Bereits 1526, als der Reformator Johannes Comander nach Ilanz kam und in einem öffentlichen Streitgespräch den reformierten Glauben verteidigte, stand das Rathaus an dieser Stelle. Es war ein Gebäude mit mächtigen Mauern und kleinen Fenstern direkt hinter dem unteren Stadttor. Ilanz war damals ein bedeutendes politisches Zentrum. Immer wieder beherbergte die Stadt die Delegierten der 52 Gerichtsgemeinden der Drei Bünde zum «Bundstag», dem Landesparlament. Hier wurden fortschrittliche Gesetze erlassen: die Ersten und die Zweiten Ilanzer Artikelbriefe. 1524 wurde zuerst der Bischof von der weltlichen Macht ausgeschlossen und sodann 1526 den Bürgern das Recht zugesprochen, ihren Pfarrer selber zu wählen und zu entlassen. Diese politischen Grundlagen für die Reformation des Glaubens waren in ganz Europa einmalig.

Der Landsgemeindeplatz lag ausserhalb der Stadtmauern. Seit dem 16. Jahrhundert wählten hier die Bürger der neun reformierten Nachbarschaften Schnaus, Strada, Ilanz, Castrisch, Valendas, Versam, Riein, Pitasch und Luven sowie der drei katholischen Dörfer Falera, Ladir, Ruschein und dem paritätischen Sagogn das Gericht und den Rat. Ein konfessioneller Proporz regelte die Verteilung der Ämter. So stellten die reformierten Gemeinden vier Jahre lang den Landamman, worauf die katholischen Gemeinden zum Zug kamen. In vier Jahrhunderten haben die Ilanzerinnen und Ilanzer viel Erfahrung gesammelt im Umgang mit der jeweils anderen Konfession

freier Eintritt

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