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Wallfahrtskirche St. Maria Licht in Acladira, Trun

Die Wallfahrtskirche St. Maria Licht in Acladira befindet sich in Trun.

Geschichte

Auf der Terrasse von Acladira darf eine vorgeschichtliche Opferstätte vermutetet werden. Der Grundstein für die Marienkapelle wurde 1663 gelegt. Die Weihe mit drei Altären erfolgte 1672 zu Ehren der St. Maria zum Licht. Im Rohbau 1682 vollendet und 1684 geweiht. Baumeister war Christianus Nichus. In dem 1685 gebauten Pfrundhaus befand sich 1687-1691 die Disentiser Klosterdruckerei. Von 1679 an, etwa 200 Jahre lang, stellte der Abt von Disentis die Benefiziaten.

Baubeschreibung

Die gegenwärtige Kirche besteht aus drei Raumteilen. 1.Chor, 2.Vorchor, 3.Schiff. Der nach Osten gerichtete Chor ist dreiseitig geschlossen und mit einer Halbkuppel dem Polygon angepassten Tonne überwölbt. In den Längsseiten Spitzbogenfenster. In der Abschlusswand ein Oculus. In der Nordwand gotisch gefaste Türe zur Sakristei. Über dem Schiff wölbt sich eine auf einfachem Gebälk ruhende tonnenförmige Holzdecke. An der Fassade drei kleine Bildnischen mit dem Datum 1683.
Der Turm steht an der Nordseite des Vorchores und wird bekrönt von einem sehr schlanken, über Wimpergen aufsteigenden Spitzhelm. Östlich schliessen sich die 1938/38 umgebaute Sakristei.
Stukkatur: Konzentriert sich auf die Dekoration des Chores.

Malereien

Von dem - auf Leinwand gemalten - Stuckrahmen eingelassenen Marienbildern des Chorgewölbes ist das Mittelstück in ikonographischer Hinsicht dadurch bemerkenswert, dass Maria hier die Milch ihrer Brust in eine Opferschale fliessen lässt, die auch das Blut Christi auffängt. Im Vorchor: In den Nischen die Heiligen Mystikerinnen, St.Gertrud und ihre Lehrerin Mechthildis. (Im Schiff) Die Fenster sind mit Architekturmotiven umrahmt und flankiet von je einem Paar der vier Evangelisten und der lateinischen Kirchenväter.

Die Altäre: sind sämtlich aus Holz, Hochaltar um 1740-1750 entstanden. Anstelle des Altarblattes beherrscht das Gnadenbild, eine Madonna (mit Behang). Die beiden Seitenaltäre im Vorchor bilden eine einfache, zweisäulige Aedikula, um 1673 entstanden. Die Seitenaltäre im Schiff sind originelle, nicht mit Säulen, sondern nur mit Pilastern flankierte und mit pylonenartigen Gebilden bekrönte Aufsätze.

Ausstattung

Die Kanzel, um 1884. An der Rückwand Gemälde von Maria Vermählung. An der Nordwand ein Kruzifix von vorzüglicher Modellierung und starkem Ausdruck.
Kultusgeräte und Paramente: Barockkelch, nach 1701. Eine Casula aus weißer Seide mit bunten Blumen und Goldranken gestickt, 18. Jh.
Glocken: Von Grassmayr, Feldkirch, 1862 mit verschiedenen Inschriften.
Grabtafeln: Mit Wappen Lombriser, Fontana.

(Text erfasst durch: Regiun Surselva)

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

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