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Trin Mulin – Ruinaulta – Valendas

Wanderrouten

  • Typ Wanderrouten
  • Schwierigkeit
  • Dauer 2:30 h
  • Länge 10,2 km
  • Aufstieg 364 m
  • Abstieg 522 m
  • Niedrigster Punkt 619 m
  • Höchster Punkt 886 m

Beschreibung

Während die Senda Sursilvana sich hoch über dem Vorderrhein hinzieht, ist die Ruin'Aulta, ihr Gegenstück, weitgehend dem Rhein entlang angelegt. In den achtziger Jahren ist die Bündner Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege (BAW) darangegangen, Pfade zu graben und zu verbinden, so dass man von Trin Mulin dem Rhein entlang bis nach Ilanz wandern kann und von dort noch weiter talaufwärts. Diese Route wurde in der Folge von unzähligen Wanderern benutzt; sie besitzt den Vorteil, dass man ­jederzeit die Wanderung abbrechen und mit der Rhätischen Bahn zurückfahren kann.

Die grosse Rheinschlucht Ruin'Aulta (hohe Rüfe) konnte vorher nur von der Bahn aus betrachtet werden; eine Wanderung vermittelt jedoch tiefere Kenntnisse dieses Naturwunders und wird zum echten Erlebnis. In Trin Mulin (Postauto-Haltestelle) wendet man sich den Häuser unter der Hauptstrasse zu; bei den untersten Häusen biegt man nach links auf einen guten Weg ab, der uns ins offene Feld führt. Bei der Wegverzweigung halten wir uns links und gelangen nach einem Steg, den wir überqueren, mit leichter Steigung zur einstigen Siedlung Pintrun, wo man ein kurzes Stück weiter durch Gebüsch und Wiesen aufsteigt, bis zu der Weggabelung, wo man in den Wald hinuntersteigt. Man gelangt zur Wald- und Wiesenebene Ransun. Der bequeme Waldweg führt bis zum westlichen Ende der Terrasse, von wo man einen ersten Blick in die seltsam geformte Gegend wirft, auf die hellen Felsen, die nicht massig sind, sondern aus Brekzie (verfestigtem Schutt) des berühmten Flimser Bergsturzes bestehen.

Man blickt hinüber zur Mündung der Rabiusa, die aus dem Safiental fliesst, und auf die verschiedenen «Islas», die meist bewirtschafteten Wiesen am Rheinufer. An diesem Rand beginnt ein recht steiler Abstieg zur Isla Bella, wo die Eisenbrücke der Rhätischen Bahn über den Rhein führt. Mitten im Abstieg gelangt man an den Rand der Felsen und ist überrascht über die eigenartigen Gebilde, welche durch die Erosion zustande gekommen sind. Die Erosion der Felsen setzt sich weiterhin fort, auch wenn das äusserst langsam geschieht. An der Eisenbahnbrücke ist ein Fussgängersteg angebracht. Über diesen gelangt man in den Erlenwald, wo der Weg zu dem vorsprin­genden Keil führt, welcher den Rhein in eine ausgeprägte Schleife zwingt. Dieser Kamm heisst Chli Isla oder Chrummwag, und Moränenschotter, der darauf liegt, zeugt von einem letzten Vorstoss des Rheingletschers nach dem prähistorischen Bergsturz.

Die Chrummwag wird überschritten; man gelangt zum Rheinufer und wandert zwischen RhB und Fluss zur Station Versam RhB (Gastwirtschaft). Nach dem Stationsgebäude wandern wir weiter talaufwärts, immer wieder begleitet von weissen Kalkwänden mit ihren bizarren Formen. Nach der zweiten Abbaustelle, die wir überqueren, entfernt sich der Wanderweg nach links etwas von den RhB-Geleisen und dem Fluss, um nach einer kleinen Steigung über Isla, wo wir eine hübsche Aussicht geniessen, beim Carrera-Tobel wieder dem Fluss und den RhB-Geleisen entlang zu verlaufen. Wir gelangen zur Station Valendas, wo wir in die RhB einsteigen, um dann später mit dem Postauto wieder den Ausgangsort Trin Mulin zu erreichen.
Trin Mulin – Pintrun – Versam RhB – Ruin'Aulta – Valendas RhB
Anreise: Mit dem Postauto bis Trin Mulin.

Abreise: Mit dem Zug (RhB) ab Valendas Station.