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Hochtal Val Frisal.

Die vielen schlängelnden Bäche breiten sich auf weiter Ebene wie kleine Lebensadern aus. Sie reichen hinauf bis zu den Gletschern und Schneefelder und geben dem Val Frisal einen natürlichen meditativen Charakter.

Das drei Kilometer lange Hochtal Val Frisal liegt auf 1900 m ü. M. oberhalb von Brigels und bildet einen muldenförmigen Gletscherabschluss. Wer die Ebene des Hochtals auf der rechten nördlichen Talseite entlang wandert, gelangt bis zu den Gletschervorfeldern bei Durschin. Diese Gletschervorfelder, die Wasserläufe und das Flachmoor mit einzigartiger Flora und Fauna machen das Val Frisal zu einem der schönsten Hochtäler der Schweizer Alpen.

Wandertipp: (Route Schweiz Mobil 678)
Der Start erfolgt beim Bergrestaurant Burleun, bekannt für eine wunderbare Panoramasicht in Richtung Obersaxen und Brigels. Durch ein wildromantisches Tal führt der Wanderweg entlang des wild rauschenden Flembachs, vorbei an würzig duftenden Nadelbäumen. Beim Fichtenurwald Scatlé empfehlen wir Ihnen, eine kleine Pause bei der Feuerstelle einzulegen. Der Scatlé bei Chischarolas ist einer der einzigen und der höchstgelegene Fichtenurwald Europas. Holz steht Ihnen bei der Feuerstelle zur Verfügung.

 
Weiter führt die Wanderung dem Flembach entlang in die Höhe. So langsam treten ins Blickfeld die Berggipfel der näheren Umgebung wie das Kistenstöckli oder der Pèz d'Artgas gefolgt von zahlreichen Dreitausendern.

Nach einem kurzen Aufstieg öffnet sich schliesslich der grossartige Blick ins weite Hochtal Val Frisal. Je nach Jahreszeit zeigt sich das Tal in weiss vom Sumpfwollgrass, in sattem grasgrün oder in gelbbraun.
Ab Chischarolas führt der Weg auf der rechten Talseite hinunter nach Breil/Brigels.
Wer noch nicht zu müde ist, empfehlen wir auf dem Rückweg noch zum Aussichtspunkt Crap Cavigliauna aufzusteigen.

Fichtenurwald Scatlé

In der Schweiz gibt es drei verbliebene Fichtenurwälder. Der Fichtenurwald Scatlé oberhalb von Brigels ist zwar der kleinste dafür aber der höchstgelegene seiner Art in Europa. Er befindet sich am Osthang des Val Frisal zwischen 1500 und 2000 m ü. M.
Trotz seiner geringen Ausdehnung ist der Scatlé von den benachbarten Flächen - einwachsender Lawinenzug, Weidwälder, Grünerlenbusch - kaum beeinflusst und in seiner natürlichen Form erhalten. Der Urwaldcharakter dieser Fichten ist bis ins 13. Jahrhundert nachgewiesen. Seit Menschengedenken erfolgten im Kleinsten der drei Fichtenurwälder der Schweiz keine Nutzungen.

 
Der Hang ist in der oberen Hälfte sehr steil und schwierig zu begehen. Im unteren Teil dominieren teils riesige Felsblöcke und tiefe Spalten. Dank des zerklüfteten Terrains kann sich der Wald kleinflächig verjüngen und entwickeln. Zusammenbrüche des Bestandes durch Sturm, Lawinen und Schneedruck sind lokal aufgetreten, den Urwald konnten diese insgesamt aber nie bedrohen.
Besonderheit
Der Wald Scatlè entwickelt sich in Verjüngungsschüben sehr unregelmässig. So können Sie neben den 30 Meter hohen Fichten mit über 650 Jahrringen auch 50-jährige Fichten entdecken, die kaum 50cm hoch sind.