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Umgang mit Herdenschutzhunden.

Durch die Rückkehr von Wolf und Bär brauchen Nutztiere auf Weiden wieder mehr Schutz. Auf unwegsamen Alpen können diese nur Herdenschutzhunde effizient bieten. Sie schützen ihre Herden selbstständig und instinktsicher Tag und Nacht und bei jedem Wetter.

Herdenschutzhund auf einer Wiese.

Für Menschen stellen diese Hunde kaum eine Gefahr dar, aber sie können Angst einflössen. Unbekanntes im Umfeld der Herde, und dazu gehören auch Wanderer, wird von den imposanten Tieren misstrauisch begutachtet und vorerst möglichst von der Herde ferngehalten. Insbesondere in der Dämmerung und nachts sind die Hunde sehr aufmerksam und reaktiv, ebenso wenn die ganze Herde in Bewegung ist. Respekt und Toleranz gegenüber dieser Arbeitsweise verhindern unnötige Zwischenfälle und erleichtern den Hunden ihre Arbeit.

Fremde Hunde erregen bei Herdenschutzhunden ein verstärktes Abwehrverhalten. Deshalb wird bei Wanderungen in Regionen mit geschützten Herden vom Mitführen von Begleithunden unbedingt abgeraten. 

Was tun, wenn Sie einem Herdenschutzhund begegnen

Wenn Sie in ein Weidegebiet kommen, verhalten Sie sich ruhig, scheuchen Sie die Tiere nicht auf und vermeiden Sie, die Herdenschutzhunde zu überraschen. Bemerken Sie von weitem keine Hunde in der Herde, so machen Sie durch lautes Reden auf sich aufmerksam. Sind Sie mit dem Bike unterwegs, schieben Sie das bike, als Fussgänger verlangsamen Sie Ihr Tempo.

Wenn ein Herdenschutzhund bellt, in Ihre Richtung rennt oder Ihnen den Weg versperrt, bleiben Sie ruhig und geben Sie ihm Zeit, die Situation einschätzen zu können. Halten Sie Distanz zur Herde. Mit Stöcken lassen sich Hunde bei Bedarf auf Abstand halten, indem sie schräg gegen unten in Richtung Hund ausgestreckt werden. Ein bedrohen der Hunde durch erhobene Stöcke, Herumfuchteln und Anscheine wird diese hingegen provozieren. Haben die Hunde Ihre Anwesenheit akzeptiert und hören auf zu bellen, setzen Sie Ihren Weg gemächlich fort.

Beruhigen sich die Herdenschutzhunde nicht, obwohl Sie ruhig abwarten, so ziehen Sie sich auf eine grössere Distanz zur Herde zurück. Fühlen Sie sich dabei von einem Hund bedrängt, vermeiden Sie Augenkontakt und bleiben aber dem Hund zugewandt - ziehen Sie sich langsam, notfalls rückwärts gehend oder die Wanderstöcke nach sich ziehend, zurück. Sien Sie weit genug von der Herde weg, werden die Hunde Sie unbehelligt ziehen lassen. Umgehen Sie die Herde weiträumig oder kehren Sie um.

Wenn Sie mit Ihrem eigenen Hund unverhofft an eine geschützte Herde gelangen, nehmen Sie diese an die Leine. Versuchen Sie nie, mit Ihrem Hund eine geschützte Herde zu durchqueren, sondern umgehen Sie diese weiträumig. Im Zweifelsfall kehren Sie um. 

Vermeiden von Begegnungen

Wollen Sie mögliche Begegnungen mit Herdenschutzhunden vermeiden, so konsultieren Sie die Online-Karte mit den Einsatzorten dieser Hunde im Alpgebiet: www.herdenschutzschweiz.ch

Quelle: Herdenschutz Schweiz