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Cinema Tribuna: Pascal Gamboni in Ilanz

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«Der Teufel fürchtet die Musik» (il giavel tema la musica) – das singt Pascal Gamboni in «Tschicago», dem Eröffnungslied seines neuesten Albums «Sut la pial» (Unter der Haut). Der romanische Meistersinger musste seine Seele nicht wie weiland der amerikanische Bluesman Robert Johnson dem Teufel verkaufen; Pascal hat längst seinen ureigensten Ton, seine eigene Poesie gefunden. Es ist der Ton des stillen Handwerkers, inspiriert vom Felsengrund seiner Tavetscher Heimat und vom globalen Wind: knapp, lakonisch, bescheiden, aber dennoch reichhaltig. Ein «alpine lo-fi», wie er seinen Stil bezeichnet. Das heisst aber nicht, dass der Chantautur auf ausgetretenen Pfaden ausruht.

«Ju drova midada uss» (Ich brauche jetztVeränderung) bekundet er im zweiten Lied. Durch sein nunmehr zehntes Album, das grösstenteils von ihm selbst gespielt und in seiner Berner Wohnung aufgenommen wurde, fliessen ungeahnte Klangwellen, leuchten beinahe schon orchestrale Arrangemente auf, die mit der Kargheit anderer Tage kontrastieren. Immer präsenter die südlichen Rhythmen, immer gewagter die psychedelischen Signale, immer subtiler die ambientalen Geräusche. Geschweige denn von den starken poetischen Bildern, die das Werk ausschmücken und, andeutungsweise nur, Botschaften der Toleranz und Menschlichkeit in sich tragen, Liebeszeichen, Fragezeichen auch.

«Ich rauche einen Ton / und ich bezahle das Nachtessen mit einem Lied» heisst es in einer der letzten Zeilen des Albums. Nein, Pascal Gamboni verkauft nicht seine Seele – er schenkt uns Musik, die unter die Haut geht.

Reservation erwünscht.
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