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Pigniu.

Oberhalb von Rueun im Panixertal liegt der kleine Ort Pigniu.

Pigniu im Winter

Pigniu ist rund 11 Kilometer weit entfernt von Ilanz. Viele Maiensässe und Alpwirtschaften prägen Pigniu. Der grösste Flächenanteil besteht aus Gebirge, Wald und Gehölz.

Der Stausee bei der Alp Pigniu und die herrlichen Wasserfälle prägen auch das Dorfbild. Der Panixerpass der von Pigniu nach Elm im Glarner Sernftal führt, erlangte eine historische Bekanntheit durch den russischen General Suworow. Dieser überquerte zur Zeit der Kämpfe mit französischen Truppen um 1799 den Panixerpass und fiel in der Surselva ein.

Einer Erzählung nach soll dies auch der Ursprung der berühmten Spezialität „Capuns“ sein. Nach dem Durchzug, den Plünderungen und Verwüstungen der russischen Truppen des Generals Suworow durch die Surselva herrschte Hunger und Verzweiflung. Antonia Spescha-Derungs, eine Mutter von 5 Kindern aus Tavanasa, suchte verzweifelt nach Essbarem für ihre Familie. Dabei stiess sie auf Mangoldblätter, die sie eigentlich als Futter für die Schweine pflanzte. Mit den wenigen Zutaten, die die Russen übersehen hatten, wie Mehl, etwas Bündnerfleisch und Räucherwurst, Eiern und Krauseminze mischte sie einen zähflüssigen Brei, den sie in die Mangoldblätter einwickelte. Mit wenig Schmalz brutzelten die Päckchen in der Pfanne. Zum Erstaunen von Antonia Spescha-Derungs schmeckten die zubereiteten „Capuns“ der ganzen Familie und in Windeseile verbreitete sich die neue Spezialität.