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Europäische Tage des Denkmals.

Willkommen zu den Europäischen Tagen des Denkmals in Ilanz.

Unteranderem öffnen historische Häuser ihre Pforten und lüften ihre Geheimnisse. 
Wissen Sie, wohin der geheime unterirdische Gang und die Wendeltreppe der Casa Gronda führen?
Oder wie ein wertvolles Gemälde seinen Weg ins Casa Casutt fand?

Casa Gronda : Ein bombensicherer Weinkeller mit Partyvergangenheit

Eines der bedeutendsten Bürgerhäuser der Surselva ist die Casa Gronda auf Deutsch bekanntlich auch das grosse Haus. Die Bewohner des Hauses war die Familie Schmid von Grüeneck, eine der wichtigsten Adelsfamilien der Stadt Ilanz. Vor langer Zeit, genau genommen vor ca. 340 Jahren, lebten der Erbauer Johann Anton Schmid von Grüeneck und seine Gemahlin in der Casa Gronda. Insgesamt wurde mindestens 1 Jahr gebaut, bis das Haus fertig gestellt wurde.

Jürg Oswald, welcher das Haus schon in der 5 Generation besitzt und bewohnt, hat eine sehr intensive Beziehung zum Haus. Er ist in der Casa Gronda geboren, aufgewachsen und wohnt bis heute noch dort. Ihm gefällt es, in einem historischen Haus zu wohnen, auch wenn mancher Luxus von heutzutage fehlt wie zum Beispiel ein Lift. Dafür gefällt es ihm, dass er so laut sein kann, wie er will, denn die Casa Gronda hat von Stock zu Stock bis zu 1 Meter Luft dazwischen und ist zudem sehr gut isoliert.

Der heutige Weinkeller, welcher auch für Sitzungen genutzt werden kann, wurde zu Beginn für militärische Zwecke genutzt, da er als bombensicher gilt. In seiner Jugend gründete Herr Oswald mit Freunden die Band «Inkognito» und nutze den Keller zum Proben. Später wurde der Raum zu einer Disco umgewandelt und Partys konnten gefeiert werden, ohne das Lehrer oder Eltern davon erfahren haben.

Die Casa Gronda birgt noch einige ungelüftete Geheimnisse. So kann zum Beispiel über den Zweck des geheimen unterirdischen Ganges mit anschliessender Wendeltreppe direkt in das Schlafgemach selbstverständlich nur vage Vermutungen angestellt werden.

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Casa Casutt – Bilder erzählen Geschichten

Der Architekt Rudolf Olgiati hat die Räumlichkeiten des heutigen Casa Casutt entworfen. Typisch für seinen Baustil sind die harmonischen und runden Deckenbögen. Das Haus ist 100-jährig und war früher das alte Bahnhofbuffet. Gereist wurde dazumal noch mit der Postkutsche. Wo heute der lauschige Garten ist, grasten früher die Kutschenpferde. Das Schöne am Casa Casutt ist, dass das Haus äusserlich sowie im innen Bereich nicht gross verändert wurde.

Für Linus und Therese Arpagaus, die heutigen Pächter des Restaurants, ist es oftmals sehr rührend und interessant, wenn Gäste auf sie zukommen und von ihrer persönlichen Verbindung zum Casa Casutt erzählen, zum Beispiel, dass ihr Grossvater in einem der Hotelräume geboren wurden.

Ein wertvoller Schatz mit einer tragischen Geschichte hängt an einer Wand des Casa Casutt. Vor ungefähr 100 Jahren hat der Künstler Ludwig Werlen über Wochen hinweg im Casutt logiert und konnte anschliessend seine Rechnung nicht mehr bezahlen. Zur Tilgung der Schulden hat er eines seiner Bilder im Restaurant gelassen. Nach seinem Tod wurden seine Bilder sehr wertvoll und die Familie des Künstlers wollte es zurückkaufen, was der vorherige Besitzer des Casa Casutt jedoch nicht zugelassen hat. Somit hängt es bis heute noch dort und erinnert an diese tragische Geschichte welche so viele Künstler ereilt. 

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